Pesquisa Imagens Mapas Play Gmail Drive Calendário Tradutor Mais »
Entrar
Utilizadores de leitores de ecrã: clique neste link para ativar o modo acessível. O modo acessível inclui as mesmas funcionalidades, mas funciona melhor com o seu leitor.

Patentes

  1. Pesquisa Avançada de Patentes
Número de publicaçãoDE10053706 A1
Tipo de publicaçãoCandidatura
Número de candidaturaDE2000153706
Data de publicação16 Mai 2002
Data de apresentação28 Out 2000
Data de prioridade28 Out 2000
Número de publicação00153706, 2000153706, DE 10053706 A1, DE 10053706A1, DE-A1-10053706, DE00153706, DE10053706 A1, DE10053706A1, DE2000153706
InventoresHelfried Kopp
RequerenteHelfried Kopp
Exportar citaçãoBiBTeX, EndNote, RefMan
Links Externos: DPMA, Espacenet
Verfahren und Vorrichtung für eine Behandlungsapparatur zur Korrektur von Zahnfehlstellungen
DE 10053706 A1
Resumo
Die Erfindung beschreibt eine Behandlungsapparatur zur Korrektur von Zahnfehlstellungen, die durch einfache, zulässige und komfortable Funktionsweise zeit- oder ortsunabhängig nutzbar ist. Die Behandlungsapparatur besteht aus einer Anordnung mit vier Funktionseinheiten, und zwar aus krafterzeugender Einheit (1), Widerlagereinheit (2), Verbindungseinheit (3) und/oder Fixationseinheit (4).
Reivindicações(6)
1. Behandlungsapparatur zur Korrektur von Zahnfehlstellungen, dadurch gekennzeichnet, dass Zähne einzeln oder in Gruppen im Ober- und/oder Unterkiefer in translatorischer und/oder rotatorischer Richtung bewegt werden, um eine gezielte Korrekturwirkung in di­ staler, intrudierender oder extrudierender Richtung bzw. in deren Kombination zu erzeu­ gen.
2. Die Behandlungsapparatur nach Anspruch 1 ist dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einer Krafterzeugenden Einheit (1), einer Widerlagereinheit (2), einer Verbindungseinheit (3) und/oder einer Retentionseinheit (4) besteht.
3. Die Behandlungsapparatur nach Anspruch 1 ist dadurch gekennzeichnet, dass durch die Krafterzeugende Einheit (1), die aus den Komponenten Inneres Teleskopierendes Element, Äußeres Teleskopierendes Element, Federndes Kraftelement und Reversibel Fixierbares Stopelement besteht, die zur Stellungskorrektur eines Zahnes/Zahngruppe erforderlichen Kräfte und Momente erzeugt werden.
4. Die Behandlungsapparatur nach Anspruch 1 ist dadurch gekennzeichnet, dass die Widerla­ gereinheit (2) die den Korrekturkräften und -momenten entgegengesetzten Kräfte und Momente aufnimmt und großflächig auf die lingualen Kieferstrukturen und geringfügig auf die Gegenhalt-Zahnstrukturen ableitet, um möglichst wenig unerwünschte Zahnbewegun­ gen an den Gegenhalt-Zahnstrukturen hervorzurufen.
5. Die Behandlungsapparatur nach Anspruch 1 ist dadurch gekennzeichnet, dass die Verbin­ dungseinheit (3) der Übertragung der von der Krafterzeugenden Einheit aufgebrachten Kräfte und Momente auf die in ihrer Stellung zu korrigierenden Zähne/Zahngruppen dient.
6. Die Behandlungsapparatur nach Anspruch 1 ist dadurch gekennzeichnet, dass die Fixati­ onseinheit (4) der Retention und Stabilisierung des erreichten Korrekturgrades im weiteren Verlauf der Behandlung dient und aus einem Retentionsdraht zwischen Widerlagereinheit und Verbindungseinheit des bewegten Zahnes/Zahngruppe oder einem vestibulär verlau­ fenden Vollbogen mit mesialem Stop vor dem bewegten Zahn/Zahngruppe oder aus ir­ gendeiner anderen in der Kieferorthopädie verwendbaren Retentionseinrichtung besteht.
Descrição
CHARAKTERISTIK DES BEKANNTEN STANDS DER TECHNIK

Bekannt sind Verfahren und Vorrichtungen zur intraoral einsetzbaren und festsitzenden Zahnbehandlung zur körperlichen Verlagerung und/oder körperlichen Distalisation von Molaren innerhalb des Kieferknochens, die eine notwendige Kraft zur Distalisation von Zähnen mittels Federelementen erzeugen (z. B. DE 197 51 735 C1; DE 43 34 487 C1; EP 0 372 316 A2; EP 0 509 708 A2). Nachteilig ist dabei, dass diese Verfahren und Vorrichtun­ gen ausschließlich durch eine entsprechende Spanneinrichtung in distaler Richtung wirken. Eine Korrektur in intrudierender oder extrudierender Richtung als auch gezielte rotatori­ sche Bewegungen bzw. Kombinationen zwischen den genannten Bewegungen sind nicht möglich (z. B. DE 197 51 735 C1; DE 43 34 487 C1; EP 0 372 316 A2; EP 0 509 708 A2).

Weiterhin ist bei der Erfindung DE 197 51 735 C1 nachteilig, dass das Widerlagerelement einen Randbereich aufweist, der an die cervicalen Konturen der angrenzenden Zähne ange­ passt ist. Ungünstig ist dies, da beim längeren Tragen der vom Behandler eingesetzten und nicht vom Patienten zu entfernenden Apparatur die Mundhygienefähigkeit im oral­ cervicalen Bereich der an die Widerlagereinheit angrenzenden Zähne stark eingeschränkt wird, was zu reversiblen und irreversiblen Schäden und Erkrankungen an den Zähnen und dem Zahnhalteapparat führen kann. Bei längerer ununterbrochener Anwendung können solche Schäden auch durch die Anwendung der Widerlagerschiene der Erfindung EP 0 372 316 A2 entstehen. Die Widerlagerschiene genannter Erfindung schränkt durch weitläufiges Überdecken der Zähne ebenfalls die Mundhygienefähigkeit stark ein, was ebenfalls zu oben genannte Folgen führen kann.

Ein weiterer Nachteil der Erfindung DE 197 51 735 C1 ist, dass die an den konturierten Randbereich der Widerlagereinheit angrenzenden Zähne zum großen Teil mit als Veranke­ rung genutzt werden. Dies bewirkt während der therapeutisch gewollten Kraftanwendung in gewünschter Richtung an dem zu bewegenden Zahn/Zahngruppe eine ungewollte Kraftanwendung in entgegengesetzter Richtung an den von der Widerlagereinheit gefassten Zähnen. Infolge dessen verringert sich die absolute Größe der gewünschte Zahnbewegung in gewünschter Richtung, da sich die, von der Widerlagereinheit gefassten Zähne unbeab­ sichtigt in entgegengesetzter Richtung bewegen.

Bei den bisher bekannten Verfahren ist ebenfalls nachteilig (EP 0 509 709 A2; EP 0 563 685 A1; EP 0 372 316 A2; De 43 34 487 C1), dass die Korrektureinrichtungen auf der vestibulä­ ren Seite der Zähne befestigt werden. Subjektiv mag sich der Patient dadurch ästhetisch be­ einträchtigt fühlen.

Des weiteren sind Verfahren und Vorrichtungen zur intraoral einsetzbaren und festsitzen­ den Zahnbehandlung zur körperlichen Verlagerung und/oder körperlichen Distalisation von Molaren bekannt, welche magnetische Elemente zur Erzeugung der zur Distalisation von Zähnen notwendigen Kraft nutzen (z. B. EP 0 563 685 A1). Nachteilig ist dabei, dass der Kraftangriff am Zahn/Zahngruppe auf Höhe der Zahnkronen, also exzentrisch vom Widerstandszentrums verläuft. Die somit resultierenden Momente rufen, wenn sie nicht kompensiert werden, immer Kippbewegungen hervor, die unbeabsichtigt und meist auch unerwünscht sind. Translationsähnliche Zahnbewegungen sich somit nicht erzielen.

Des weiteren sind Verfahren bekannt, die Schrauben als krafterzeugendes Element verwen­ den (z. B. DE 43 34 487 C1). Nachteilig ist dabei, dass mit der erwünschten Korrekturwir­ kung gleich große bzw. größere Nebenwirkungen an den Gegenhalt-Zahnstrukturen ent­ stehen, da actio gleich reactio ist. Auch hier entstehen infolge des exzentrischen Kraftan­ griffes Momente, die, da sie nicht kompensiert werden, Kippbewegungen hervorrufen. Translationsähnliche Zahnbewegungen lassen sich mit einer solchen Apparatur nicht erzie­ len.

ANWENDUNGSGEBIET DER ERFINDUNG

Die Erfindung dient der translatorischen und/oder rotatorischen Stellungskorrektur von Zähnen/Zahngruppen in der humanen Kieferorthopädie für den Einsatz im Unter- und/oder Oberkiefer mit Anpassung und Kontrolle durch den entsprechend ausgebildeten oder geschul­ ten Behandler. Dabei können die zu korrigierenden Zähne einzeln oder in Gruppe translato­ risch und/oder rotatorisch in distaler, intrudierender oder extrudierender Richtung bzw. in Kombination der genannten Richtungen bewegt werden. Während der weiteren Korrektur der Zahnfehlstellung dient eine Fixationseinheit der Stabilisierung des erreichten Korrektur­ grades der schon bewegten Zähne.

ZIEL DER ERFINDUNG

Die Erfindung hat das Ziel, präventiv und therapeutisch zur Verbesserung der physiologischen Eigenschaften und Arbeitsabläufe des humanen Gebisses in funktioneller und ästhetischer Hinsicht beizutragen. Die Erfindung hat insofern einen direkten positiven Einfluss auf objek­ tives und subjektives Wohlbefinden des Menschen.

AUFGABE DER ERFINDUNG

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung zu schaffen, die Zähne in eine individuell physiologisch bessere bzw. optimale eugnathe Stellung innerhalb der humanen Kieferstrukturen und in Beziehung der Kiefer zueinander korrigiert; bei mög­ lichst geringer Belastung des Patienten, um ein höheres objektives und subjektives Wohlbefin­ den herbeizuführen.

Diese Aufgabe wird wie folgt spezifiziert;

  • 1. eine sichere, zielgerichtete und möglichst kurzzeitige Korrektur von Zahnfehlstellungen zu realisieren,
  • 2. alle erforderlichen Korrekturwirkungen ohne bzw. nur mit geringfügigen unerwünschten Nebeneffekten zu erfüllen,
  • 3. die notwendigen Kräfte und Momente im Sinne minimierter Patientenbelastung großflä­ chig zu verteilen und
  • 4. durch einfache, zuverlässige und komfortable Funktionsweise Zeit- und ortsunabhängig nutzbar zu sein.
LÖSUNG DER AUFGABE DURCH DIE ERFINDUNG

Erfindungsgemäß wurde die Aufgabe mit einer Anordnung aus vier Funktionseinheiten ge­ löst, nämlich mittels Krafterzeugender Einheit, Widerlagereinheit, Verbindungseinheit und/oder Fixationseinheit.

  • 1. Die sichere und zielgerichtete Korrektur von Zähnen wird wie folgt realisiert:
    Die Krafterzeugende Einheit erzeugt die zur Zahnstellungsveränderung notwendige Trans­ lationskraft (FDIST). Durch Verschieben des Reversibel Fixierbaren Stopelementes kann die translatorische Kraftgröße (FDIST) durch Veränderung der Federspannung variiert werden. Das Innere Teleskopierende Element mit seinem helikalen Abschnitt erzeugt bei entspre­ chender mesio-distaler Voraktivation Rotationsmomente (MTIP), die tippende Zahnstellungskorrekturen (Tip) bewirken. Durch oral-bukkale Voraktivation des in die Verbin­ dungseinheit greifenden Teiles des Inneren Teleskopierenden Elementes können Rotati­ onsmomente (MROT) erzeugt werden, die rotatorische Zahnstellungsveränderungen (Rota­ tion) hervorrufen. Wichtig ist bei all diesen Voraktivationen das resultierende Drehmo­ ment-Kraft-Verhältnis. Somit kann die Zahnstellungskorrektur schnell, gezielt und präzise erfolgen.
  • 2. Die erforderlichen Korrekturwirkungen ohne bzw. nur mit geringfügigen unerwünschten Nebeneffekten werden wie folgt realisiert:
    Da bei der Erfindung mesio-distale und oral-bukkale Voraktivierungen vorgenommen werden können und damit Rotationsmomente (MTIP, MROT) eingestellt werden können, ist es möglich, trotz exzentrischen Kraftangriffs translationsähnliche Zahnstellungsverände­ rungen zu bewirken. Dadurch werden unerwünschte Nebenwirkungseffekte minimiert. Es verringert sich die Behandlungszeit, da im Nachhinein keine ungewollten Nebenwirkun­ gen (Tipbewegungen und Rotationsbewegungen) zurück korrigiert werden müssen. Es ist weiter Anliegen der Erfindung, durch die Abstützung der großflächigen Widerlagereinheit an der oralen Seite des Unterkiefers und dem Symphysenbereich des Unterkiefers die re­ aktiven Kräfte und Momente über das Zahnfleisch auf den Unterkieferknochen abzuleiten und damit unerwünschte Zahnstellungsveränderungen an den weiter mesial stehenden Zähnen zu minimieren.
  • 3. Die Aufgabe der großflächigen Verteilung der notwendigen Kräfte und Momente im Sinne minimierter Patientenbelastung wird wie folgt realisiert:
    Die Widerlagereinheit ermöglicht es, dass die reaktiven Gegenkräfte (-FDIST) und Gegen­ momente (-MTIP; -MROT) auf eine möglichst große Fläche Zahnfleisch und den darunterlie­ genden Unterkieferknochen geleitet werden. Dadurch werden keine oder minimale reak­ tive Gegenkräfte und Gegenmomente auf die weiter mesial stehenden Zähne (Gegenhalt- Zahnstrukturen) gerichtet. Dies bedeutet, dass keine oder kaum ungewollte Zahnbewe­ gungen an den weiter mesial stehenden Zähnen auftreten. Somit minimiert sich die Be­ handlungszeit, da keine oder kaum unerwünschten Nebenwirkungen zurück korrigiert werden müssen.
  • 4. Die einfache, zuverlässige und komfortable Funktionsweise wird wie folgt realisiert:
    Die Erfindung ist in ihrem Konstruktionsprinzip, ihrer Herstellung und in ihrer Anwen­ dung relativ einfach und kostengünstig herzustellen und durch den Behandler leicht zu be­ dienen. Da die Apparatur vom Behandler eingesetzt, bedient und nach Behandlungsabschluss wieder entfernt wird, ist die Mitarbeit des Patienten auf ein Minimum reduziert und die Wirksamkeit der Apparatur jederzeit sichergestellt. Die Apparatur ist im mit­ menschlichen Umgang mit dem Patienten nicht oder kaum sichtbar und behindert den Pa­ tienten in sozialer Hinsicht nicht. Gewisse anfängliche Sprachschwierigkeiten werden durch Gewöhnung und eventuelles Training schnell überwunden. Somit stellt die Erfin­ dung eine komfortable Behandlungsmöglichkeit von Zahnfehlstellungen dar.
Referenciado por
Patente Onde é Citada Data de apresentação Data de publicação Requerente Título
DE102006015290A1 *1 Abr 20064 Out 2007Otte Klaus WeissbachOrthodontische Vorrichtung
EP1709936A2 *24 Set 200511 Out 2006Norbert Dr. Dr. JeckelKieferorthopädische Vorrichtung
EP1709936A3 *24 Set 200525 Out 2006Norbert Dr. Dr. JeckelKieferorthopädische Vorrichtung
EP2742901A1 *6 Dez 201318 Jun 2014Promedia A. Ahnfeldt GmbHVorrichtung zur kieferorthopädischen Korrekturbehandlung, insbesondere zur Behebung der Fehlstellung von Backenzähnen
US77711962 Abr 200710 Ago 2010Klaus Weissbach OtteOrthodontic appliance
Classificações
Classificação InternacionalA61C7/24, A61C7/26, A61C7/00, A61C7/22
Classificação CooperativaA61C7/00, A61C7/10, A61C7/22
Classificação EuropeiaA61C7/00, A61C7/22
Eventos Legais
DataCódigoEventoDescrição
16 Mai 2002OP8Request for examination as to paragraph 44 patent law
18 Dez 20038127New person/name/address of the applicant
Owner name: KOPP, HELFRIED, 18057 ROSTOCK, DE
5 Jan 20068131Rejection